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Dienstag, 21. Oktober 14 um 10:39 |

Großeinsatz für die Rettungskräfte des Rhein-Sieg-Kreises

Sammelraum unterhalb des Brandobjektes

In den frühen Abendstunden wurden die Rettungskräfte aus dem Rhein-Sieg-Kreis zu einem Dachstuhlbrand in einem Heim für Behinderte Menschen alarmiert. Die Feuerwehren aus Königswinter und Bad Honnef bekämpften die Flammen, DRK Einheiten aus Bad Honnef, Troisdorf, Lohmar, Niederkassel, Bornheim, Siegburg und Windeck kamen mit Rettungswagen, Notarzteinsatzfahrzeugen und Krankentransportwagen zum Einsatzort oder unterstützten als Betreuungsdienst die Pflegekräfte bei der Betreuung der Evakuierten. Während der Rettungsdienst aufgrund der Tatsache, das niemand von den Bewohnern verletzt wurde, schon bald wieder abrücken konnte, war der Betreuungsdienst noch lange im Einsatz, zum Teil bis in die frühen Morgenstunden.

Um 17:23 wurden die ersten Einsatzkräfte mit dem Einsatzstichwort Massenanfall von Verletzten Stufe 2 alarmiert. Schon auf der Anfahrt konnten die Einsatzkräfte die aufsteigende Rauchentwicklung aus dem Objekt erkennen. Umgehend wurden durch die ehrenamtlichen Helfer zusätzliche Rettungsmittel, Betreuungsfahrzeuge und der Einsatzleitwagen besetzt. Mit der Bereitschaft des DRK Bad Honnef rückten 15 Minuten nach Alarmierung bereits die ersten Kräfte zur Betreuung der Bewohner aus, während die Einheiten aus anderen Bereichen des Rhein-Sieg-Kreises sich auf den Weg machten. Vor Ort erfolgte eine Lageerkundung mit dem Einsatzleiter der Feuerwehr. Im Anschluss wurden die Bewohner, welche das Brandobjekt verlassen musste, mit Hilfe der Pflegekräfte im Kinosaal des Behindertenheimes gesammelt und versorgt. Zeitgleich wurde in der DRK Unterkunft die Verpflegung der Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Betreuungsdienst vorbereitet.

Bereitstellungsraum
Blick auf die Einsatzstelle
Sammelraum

Bereits früh im Einsatzgeschehen wurde klar, dass einige Bewohner an diesem Abend nicht mehr in Ihre Zimmer zurückkehren konnten. Aus diesem Grund wurde auf Anforderung der Heimleitung durch die Betreuungsspezialisten eine Notunterkunft in einem derzeit renovierten Objekt auf dem Betriebsgeländes eingerichtet. Hierzu organisierten die Betreuungskräfte von DRK und MHD Notbetten der Stadt Bonn, stellten mit Unterstützung der Technikeinheit des MHD Bad Honnef die Infrastruktur in den Räumlichkeiten wieder her. Der zweite, ehrenamtlich besetzte, Rettungswagen des DRK Bad Honnef stellte den Grundschutz auf der Rettungswache in Ittenbach sicher.

Nach der Rückkehr - Kräfte des DRK Bad Honnef

Gegen 22:45 Uhr konnten die Bewohner die Notunterkunft beziehen und so zur Ruhe kommen. Sechs Betreuungskräfte von DRK und MHD Bad Honnef blieben zu Unterstützung der Pflegekräfte die Nacht in der Notunterkunft. Nach Rücksprache mit der Heimleitung konnte der Einsatz für alle Einsatzkräfte um 07:00 Uhr beendet werden. Insgesamt über 500 Bockwürste, 50 Liter Warm- und 110 Liter Kaltgetränke wurden durch den Ortsverein hergestellt und an die Einsatzkräfte ausgegeben.